Offene Forderungen

Forderungen sind Ansprüche eines Gläubigers gegenüber seinem Schuldner in Form von Geld, Sachgütern oder Dienstleistungen. Im Gegensatz zu den Forderungen stehen die Verbindlichkeiten.

Forderungen juristische Definition

Im juristischen Sinn bezeichnet eine Forderung einen Anspruch, der auf einem Schuldverhältnis aus Personenbeziehungen beruht. Zum Beispiel entstehen Forderungen in Form von Ansprüchen eines Verkäufers gegenüber einem Käufer auf Basis eines Kaufvertrags mit Zahlungsziel. In diesem Fall ist eine offene Forderung vertraglich beabsichtigt. Es können jedoch auch unbeabsichtigte, gesetzlich angeordnete Forderungen entstehen, z.B. bei einem Unfall, wo der Verursacher an das Opfer Schadensersatz leisten muss.

Forderungen unternehmerische Definition

Forderungen, im unternehmerischen Sinn, sind Vermögensgegenstände der Aktiva einer Bilanz, wo sie eine eigene Position bilden. Sie entstehen in erster Linie durch Lieferungen und Leistungen, für die ein Kunde noch nicht bezahlt hat. Offene Forderungen können aufgrund eines vereinbarten Zielverkaufs aber auch durch Zahlungsverzug (s.a. Schuldnerverzug) entstehen. Durch den Abschluss einer Kreditversicherung lassen sich Forderungen absichern.

Forderungsmanagement

Forderungen bilden für Unternehmen einen maßgeblichen Vermögensgegenstand des Umlaufvermögens und unterstehen immer einem gewissen Ausfallrisiko. Ein professionelles Forderungsmanagement im Unternehmen ist daher enorm wichtig, um die Fälligkeit offener Forderungen zu überwachen und verspätete, unvollständige oder gar nicht geleistete Zahlungen zu vermeiden.

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