Widerspruch gegen den Mahnbescheid

Der Mahnbescheid ist die Voraussetzung für die Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens. Bekommt ein Schuldner einen Mahnbescheid, so kann er nach Empfang binnen zwei Wochen bzw. so lange bis der Vollstreckungsbescheid zugestellt wird, gegen diesen Widerspruch einlegen. Erfolgt der Widerspruch rechtzeitig, wird das Mahnverfahren eingestellt und der Antragsteller erhält eine Nachricht zusammen mit einer Kostenrechnung für ein streitiges Verfahren. Das Mahnverfahren selbst ist mit der Einlegung des Widerspruchs abgeschlossen. Beantragt eine der Parteien die Durchführung des streitigen Verfahrens, so gibt das Mahngericht den Rechtsstreit an das zuständige Prozessgericht ab. Das weitere Verfahren entspricht dann dem einer normalen Zivilklage.

Laut § 694 ZPO – Widerspruch gegen den Mahnbescheid:

  1. Der Antragsgegner kann gegen den Anspruch oder einen Teil des Anspruchs bei dem Gericht, das den Mahnbescheid erlassen hat, schriftlich Widerspruch erheben, solange der Vollstreckungsbescheid nicht verfügt ist.
  2. Ein verspäteter Widerspruch wird als Einspruch behandelt. Dies ist dem Antragsgegner, der den Widerspruch erhoben hat, mitzuteilen.