Ansprüche gegenüber Schuldnern in der Insolvenz

Warum auch im Insolvenzverfahren Forderungen geltend gemacht werden können

Die Insolvenz verbinden viele mit einem Aus und Vorbei. Die Erfüllung offener Forderungen eines Schuldners, der am Beginn eines Insolvenzverfahrens steht, wird grundsätzlich als unmöglich beurteilt. Dieser Germania Blogartikel erklärt, weshalb der Umstand einer Insolvenz für den Gläubiger noch ganz und gar nicht aussichtlos ist.

Rückgang von Insolvenzen – Zuwachs an Schäden

Bereits im Jahr 2017 konnte ein deutlicher Rückgang der Anzahl an Insolvenzen verzeichnet werden. Zwischen der Anzahl der auslaufenden Insolvenzen nach Ablauf der siebenjährigen Frist wurden grundsätzlich wenig neue Insolvenzanträge gestellt. Um gut 3,3 Prozent nahmen die Insolvenzfälle von Unternehmen auf insgesamt etwa 9900 Fälle ab. Bei den Privatinsolvenzen lag die Zahl mit 34.300 Fällen jedoch etwas höher, wenn auch dort ein Rückgang zu verzeichnen ist. Als Wirtschaftswachstums starkes Jahr zog sich diese Entwicklung von 2017 auch ins erste Halbjahr 2018.

Trotz dieses Rückgangs ist die Summe der Insolvenzschäden im Vergleich zu den Vorjahren hingegen drastisch gestiegen. So ist die Schadenssumme der Insolvenzgläubiger von 2017 auf 2018 von schätzungsweise 13 Mrd. Euro auf 15,5 Mrd. Euro gestiegen. Grund für diese Entwicklung ist die Zunahme von kostenhöheren Schäden. Diese Zunahme ist zusätzlich dadurch bedingt, dass vergleichsweise mehr größere Unternehmen als in den Jahren zuvor eine Insolvenz angemeldet haben. Die Umstände der weitläufigeren Vernetzung eines größeren Unternehmens und der erhöhte Personalabbau, bereits im Vorfeld der Insolvenzbeantragung, bestimmen damit die Summe der Insolvenzschäden mit.

Damit die Ansprüche des Gläubigers bei diesen Umständen nicht untergehen, ist ein professionelles Forderungsmanagement von umso größerer Wichtigkeit.

So unterstützt Sie Germania Inkasso als Insolvenzgläubiger

Als erfahrenes Inkassounternehmen wissen wir, dass es als Einzelunternehmen oder Privatperson ohne die richtige Hilfestellung nahezu unmöglich ist, Ihre Forderungen im Falle der Insolvenz des Geschäftspartners geltend zu machen. Dabei erstrecken sich unsere Dienstleistungen nicht nur auf Ihre deutschland- sondern weltweiten Angelegenheiten.
Durch unsere internationale Verknüpfung und Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, bietet unsere bewährte Vor-Ort Inkassomethode eine hohe Realisierungsquote Ihres Anspruchs.

Im Gegensatz zu zeitaufwendigem Schriftverkehr, können unsere Germania Außendienstmitarbeiter durch eine Kontaktaufnahme Vor-Ort die Ersten sein, um die finanzielle Situation des Schuldners zu überprüfen und Gläubigeransprüche abzusichern. Als geschulte Mediatoren können unsere Außendienstmitarbeiter Sondervereinbarungen mit dem Insolvenzschuldner vereinbaren. Hierbei kann zum Beispiel vor der Insolvenz ein Schuldbeitritt herbeigeführt werden, in dem ein weiterer oder weitere Schuldner hinzutreten, um für den Insolvenzschuldner die ausstehenden Forderungen mit zu übernehmen.

Als weitere Schuldsicherungen können unsere Germania Außendienstmitarbeiter vereinbaren, den Insolvenzgläubiger für Grundschulden eintragen zu lassen. Gläubiger, zu deren Gunsten das Grundstück für ihre Ansprüche dinglich haftet, sind zur abgesonderten Befriedigung im Rahmen des Zwangsversteigerungsgesetztes berechtigt (§ 49 InsO). Eine weitere Sicherstellung der Forderungen stellt eine Sicherungsübereignung aus KFZ-Briefen oder weiteren Vermögensgegenständen dar. Diese Sicherungsrechte und andere Wertgegenstände könnten somit ggf. im Rahmen der Aussonderung (§47 InsO) bzw. Absonderung (§49 InsO) im Insolvenzverfahren geltend gemacht und aus der Insolvenzmasse entnommen werden. Gläubiger im Insolvenzverfahren zu sein, ist noch lange keine aussichtslose Position. In allen Fällen steht das Germania Team Ihnen als Insolvenzgläubiger zur Seite und findet durch unser professionelles Forderungsmanagement und unserer Vor-Ort-Kontaktaufnahme mit dem Schuldner die beste und vielversprechendste Option.