Drohende Zahlungsunfähigkeit

Um drohende Zahlungsunfähigkeit handelt es sich, wenn der Schuldner wahrscheinlich nicht in der Lage sein wird, die bestehenden Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit zu erfüllen (§ 18 Abs. 2 InsO).  Die drohende Zahlungsunfähigkeit gibt nur dem Schuldner (nicht einem Gläubiger) das Recht, Eröffnungsantrag zu stellen (§ 18 Abs. 1 InsO). Der Gesetzgeber wollte einen Anreiz für Unternehmen setzen, möglichst frühzeitige den „Insolvenzweg“ zu gehen, um die Chancen einer Sanierung während des Insolvenzverfahrens zu erhöhen. Auch die Gläubiger sollten unmittelbar davon profitieren, da erfahrungsgemäß mehr Masse vorhanden ist, wenn das Unternehmen frühzeitig beim Insolvenzgericht aufschlägt.