Schuldanerkenntnis

Das Schuldanerkenntnis (oder Schuldversprechen) ist ein Vertrag zwischen dem Gläubiger und dem Schuldner, in dem der Schuldner anerkennt, dass er Schuld an etwas ist. Man unterscheidet hier zwischen zwei Formen von Schuldanerkenntnissen:

  1. Das abstrakte Schuldanerkenntnis schafft eine neue, selbstständige, vom bisherigen Schuldgrund unabhängige Verpflichtung. Die Erklärung des Schuldners bedarf i.d.R. der Schriftform (§ 781 BGB).
  2. Das deklaratorische (schuldbestärkende) Schuldanerkenntnis bestätigt die vorhandene Schuld. Es begründet keine neue Schuld.

Schuldanerkenntnis Definition des BGB

Die Schuldanerkenntnis laut § 781 BGB:

“Zur Gültigkeit eines Vertrags, durch den das Bestehen eines Schuldverhältnisses anerkannt wird (Schuldanerkenntnis), ist schriftliche Erteilung der Anerkennungserklärung erforderlich. Die Erteilung der Anerkennungserklärung in elektronischer Form ist ausgeschlossen. Ist für die Begründung des Schuldverhältnisses, dessen Bestehen anerkannt wird, eine andere Form vorgeschrieben, so bedarf der Anerkennungsvertrag dieser Form.”