Zwangsversteigerung

Was ist eine Zwangsversteigerung?

Die Zwangsversteigerung ist ein rechtlich geregeltes Vollstreckungsverfahren (siehe auch Zwangsvollstreckung). Es handelt sich dabei um eine mit staatlichen Mitteln gelenkte Durchsetzung von Ansprüchen eines Gläubigers gegenüber eines Schuldners.

Warum Zwangsversteigerung oder Zwangsverwaltung von Immobilien?

Zur Realisierung von Geldforderungen kann auch auf unbewegliche Sachen wie Wohnungen, Grundstücke oder Immobilien des Schuldners zurückgegriffen werden. Diese werden in einem gesetzlich geregelten Ablauf zwangsversteigert oder unter Zwangsverwaltung gestellt. Durch die Zwangsversteigerung soll der Wert des Grundstückes oder der Immobilie erlöst werden. Nach Abzug der Kosten erhält der Gläubiger den Erlös zur Befriedigung der Ansprüche. Inwieweit sich das lohnt, ist vom Einzelfall abhängig. Lage, Größe, bestehende Belastungen mit Grundpfandrechten und viele weitere Aspekte sind dabei zu berücksichtigen. Bei der Zwangsverwaltung wird dem Schuldner die Verwaltung des Grundstücks entzogen. Ein Zwangsverwalter übernimmt dann diese Aufgabe und der Gläubiger erhält den Erlös, der aus der Nutzung des Grundstückes erzielt wird.

Wer ist zuständig bei Zwangsversteigerungen?

Für das gesamte Verfahren der Zwangsversteigerung ist das Vollstreckungsgericht zuständig. Meistens ist es das jeweilige Amtsgericht, in dessen Zuständigkeitsbereich die zu versteigernde Immobilie oder das Grundstück liegt. Das Vollstreckungsgericht prüft den sogenannten Antrag auf Vollstreckungsbescheid, welchem immer eine nicht beglichene Mahnung des Gläubigers gegenüber des Schuldners vorangehen muss.