Weltweit auf der sicheren Seite – Erfolgreiches Forderungsmanagement im Ausland und was Sie dort zu beachten haben

Die Welt rückt zusammen – Die Aufhebung der Grenzkontrolle oder die Einführung des Euros machen deutlich, dass insbesondere Europa ein Miteinander zwischen den Ländern unkompliziert gestalten möchte. Es ist heutzutage zur Selbstverständlichkeit geworden, weit zu reisen und sich sowohl privat als auch beruflich international zu vernetzen.
Trotz der Angleichung vieler Regelungen, gibt es dennoch einiges zu beachten, wenn man eine Geschäftsbeziehung, einen Vertrag oder Verbindlichkeit eingeht, die über die deutsche Landesgrenze hinausgeht.

Rechtslage im Ausland

Andere Länder, andere Sitten, ist ein altbekanntes Sprichwort, welches zwar nicht mehr von allgemeiner Gültigkeit ist, sich jedoch auf die Gesetzeslage der einzelnen Länder weiterhin anwenden lässt. Denn jedes Land in Europa hat seine eigene Gesetzeskodifikation, die dort von Gültigkeit ist. Dies gilt auch für handelsrechtliche Belange.
Um die Gefahr von Gesetzeskollisionen der einzelnen Länder zu bannen, gelten bei Verbindlichkeiten über die Landesgrenzen hinaus, internationale Bestimmungen. Dazu zählt das Welthandelsrecht in Form der WTO-Rechtsordnung und zusätzliche Vereinbarungen wie das Freihandelsabkommen und zahlreiche weitere.
Bei diesen internationalen Verordnungen wird weiterhin zwischen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, Europa und dem Rest der Welt differenziert und jede Kategorie von der dementsprechenden gesetzlichen Regelung umschlossen.
Dennoch gilt trotz dieser Regulierungen zu beachten, dass sich Geschäftsbeziehungen und die daraus hervorgehenden Verbindlichkeit bei grenzübergreifenden Vereinbarungen komplizierter gestalten können und insbesondere bei Leistungsausfällen schwerer durchsetzbar sind als bei einem Vorkommen im Binnenhandel.

Mahnen in Europa

Sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen wird bei grenzüberschreitenden Mahnungsangelegenheiten das europäische Mahnverfahren mit europäischem Zahlungsbefehl zur beschleunigten Durchführung einer Titulierung unbestrittener Forderungen angewendet.
Dieses unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Gläubiger-Schuldner-Konstellationen, bei denen die gerichtliche Zuständigkeit abweicht:
So ist beispielsweise ein deutsches Gericht für einen Gläubiger mit inländischen Wohnsitz und einem Schuldner mit Wohnsitz im Ausland nur dann zuständig, wenn Deutschland als Erfüllungsort der Schuld vereinbart worden ist.
In der umgekehrten Konstellation, Gläubiger im Ausland und Schuldner im Inland wird hingegen grundsätzlich einem deutschen Gericht die Zuständigkeit erteilt.
Unabhängig davon, welchem Gericht die Zuständigkeit zugeordnet wird, muss bedacht werden, dass grenzüberschreitende Mahnverfahren mit viel Aufwand und hohen Kosten verbunden sein können. Wir vom Germania Inkasso-Dienst geben gerne eine individuelle Empfehlung ab, welche Strategie aus unserer Sicht die beste für Sie als unsere Kunden ist. Gegebenenfalls können durch unsere Partnerkanzleien auch Klageverfahren eröffnet werden.

Wie Sie sich im Vorfeld schützen können

Um mögliche Konflikte daher bereits im Vorfeld zu vermeiden, ist es empfehlenswert, einige Dinge zu beachten. Hierzu gehört bereits zu Beginn einer Geschäftsbeziehung zu bedenken, dass im Ausland nur Auslandsauskunfteien Aussage über die Bonität des jeweiligen Geschäftspartners geben können. Germania Inkasso bietet seinen Kooperationspartnern Zugang zu Auslandsauskunfteien, so dass die wirtschaftliche Situation des möglichen Geschäftspartners vorab analysiert werden kann.
Durch Online Bezahldienste wie beispielsweise PayPal, die Käufer- und Verkäuferschutz durch Rückerstattungen anbieten, können sich sowohl Kunde als auch Dienstleister größere Gewissheit verschaffen. Leider können hier auch für Sie zusätzliche Gebühren anfallen. Deshalb ist es empfehlenswert, bei Zahlungsverzug direkt mit einem Inkassodienstleister eine Strategie auszuarbeiten.
Ein weiteres Detail, welches oftmals zu Verwirrung führt, ist die unterschiedliche Wertung der Mehrwertsteuer der einzelnen Nationen. So gelten in Deutschland andere Mehrwertsteuersätze als beispielsweise in Luxemburg, Österreich oder anderen Ländern. Insbesondere bei Leistungen, die zunächst ohne Mehrwertsteuer angeboten werden, können die unterschiedlichen Werte bei höheren Rechnungsbeträgen deutliche Preisdifferenzen bedeuten. Hier gilt in der Konstellation Käufer – Verkäufer jedoch grundsätzlich der Mehrwertsteuersatz, in dem der Verkäufer sein Gewerbe betreibt. Eine weitere Ausnahme hier bildet Österreich, das neben seinen zwei Mehrwertsteuersätzen aufgrund der zollrechtlichen Zugehörigkeit zu Deutschland ebenfalls teilweise 19 Prozent berechnet.

So unterstützt Germania Inkasso Sie bei Ihren Forderungen im Ausland

Als erfahrenes Inkasso-Unternehmen wissen wir, dass es als Einzelunternehmen oder Privatperson ohne die richtige Hilfestellung nahezu unmöglich ist, Ihre Forderungen im Ausland geltend zu machen. Unsere Dienstleistungen erstrecken sich daher nicht nur auf Ihre deutschland- sondern weltweiten Angelegenheiten.
Durch unsere weltweite Verknüpfung und Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, bietet unsere bewährte Vor-Ort Inkassomethode eine hohe Realisierungsquote Ihres Anspruchs auch im Auslandsinkasso.
Wo die Durchsetzung Ihrer Forderung aufgrund fehlender Sprachkenntnisse oder Ungewissheit über die Rechtslage für Sie als ausweglos erscheint, nehmen unsere Inkassovertreter als Mediatoren per Telefon Kontakt mit Ihrem Schuldner auf und können aufgrund von Kenntnissen in der jeweiligen Landessprache und einer gewissen Objektivität, die Gründe der Ausfälle in Erfahrung bringen. Durch den persönlichen Kontakt lassen sich oft Vereinbarungen wie Teil- oder Ratenzahlungen im Gläubiger- sowie im Schuldnerinteresse finden.