Abweisung mangels Masse

Die Abweisung mangels Masse ist ein Begriff aus dem Insolvenzverfahren (§ 26 Insolvenzordnung).

Durch das Insolvenzgericht kann ein Insolvenzverfahren abgelehnt werden, wenn das Vermögen des Schuldners voraussichtlich nicht ausreicht, um die Kosten des Insolvenzverfahrens (Gerichtskosten, Kosten für den Insolvenzverwalter und den Gläubigerausschuss) zu begleichen. Man spricht dann von Abweisung mangels Masse. In diesem Fall kommt es nicht zum Insolvenzverfahren. Kann der Betrag für das Insolvenzverfahren aufgebracht werden z. B. durch einen Vorschuss gem. § 26 Abs. 1 Satz 2 InsO, kommt es zu keiner Abweisung.

Bei natürlichen Personen als antragstellender Schuldner, wird durch eine Stundung der Verfahrenskosten generell auch mittellosen Betroffenen die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens und damit die Möglichkeit der Restschuldbefreiung gewährt (§§ 4a-4d Insolvenzordnung). Natürliche Personen bekommen bei der Abweisung mangels Masse auf Anordnung des Insolvenzgerichts einen Eintrag im Schuldnerverzeichnis (§§ 26 Abs. 2 InsO, 882b Abs. 1 Nr. 3 ZPO), um künftige Geschäftspartner zu warnen. Dieses Verzeichnis wird von den 16 Bundesländern zentral bei dem jeweils zuständigen Vollstreckungsgericht geführt (§ 882h ZPO). Das Vollstreckungsgericht wird elektronisch über die Anordnung informiert (§ 26 Abs. 2 S. 1 InsO). Die Löschungsfrist beträgt drei Jahre (§ 882e Abs. 1 ZPO).

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