Absonderung

Unter Absonderung versteht man, wenn eine Forderung im Insolvenzverfahren vorrangig befriedigt wird (geregelt in den §§ 49 bis 52 der Insolvenzordnung (InsO)). Ein Absonderungsrecht kann beispielsweise aufgrund einer bestehenden Hypothek oder Grundschuld, aufgrund von Pfandrechten (s.a. Pfändung) oder einer Sicherungsübereignung bzw. Sicherungsabtretung bestehen.

Absonderungsrecht und Gegenstand der Absonderung

Absonderungsberechtigt ist derjenige, der im Insolvenzfall ein solches Recht auf bevorzugte Befriedigung aus einem Massegegenstand geltend machen kann. Voraussetzung ist jedoch, dass das Absonderungsrecht bei der Eröffnung des Insolvenzverfahrens bereits bestand. Später entstehende Sicherungsrechte können nicht mehr zur Absonderung führen.

Verwertung von Gegenständen

Durch die Absonderung wird der jeweilige Gegenstand verwertet. Der Absonderungsberechtigte erhält den Erlös bis zur Höhe der gesicherten Forderung. Sofern der Erlös die gesicherte Forderung übersteigt, fließt dieser Betrag zurück in die Insolvenzmasse.

Die Absonderung ist nicht zu verwechseln mit der Aussonderung. Während ausgesonderte Gegenstände und Forderungen nicht zur Insolvenzmasse gehören, zählt man abgesonderte schon dazu.