Bankgeheimnis

Als Bankgeheimnis (auch Bankkundengeheimnis) bezeichnet man die Verpflichtung eines Kreditinstitutes, über kundenbezogenen Informationen Verschwiegenheit zu wahren. Das Kreditinstitut oder die Bank darf keine Auskünfte über seine Kunden erteilen, sofern es nicht kraft Gesetzes oder aus anderen wichtigen Gründen verpflichtet ist, Auskünfte zu erteilen.

Eine gesetzliche Verankerung des Bankgeheimnisses gibt es in Deutschland nicht. Auch ist eine Verletzung der Verschwiegenheitspflicht der Banken nicht unter Strafe gestellt und ein Beschäftigter einer Bank kann daher nicht bestraft werden hierfür. Trotz dieser fehlenden gesetzlichen Regelungen besteht in der Fachliteratur Klarheit über die Bedeutung des Bankgeheimnisses und jeder Kunde kann dies auch absolut durchsetzen.

Bankgeheimnis und Bankauskunft ein Widerspruch?

Kunden und die Kreditinstitute selbst greifen immer wieder auf Bankauskünfte zurück, wenn dies im Rahmen des banküblichen Geschäftsverkehrs erfolgt. Dies widerspricht jedoch dem Bankgeheimnis. Damit dennoch Bankauskünfte möglich sind, regeln die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) die Bankauskunft. Außerdem sind Bankauskünfte nur oberflächlich und allgemein formuliert, enthalten also keinerlei detaillierte Angaben wie das Guthaben oder vorhandene Kredite der Kunden. Zudem kann man als Bankkunde Bankauskünften explizit widersprechen, da man grundsätzlich seine Zustimmung abgeben muss, sofern eine Bankauskunft getätigt werden soll. Anders ist dies bei Firmen von welchem Auskünfte einfach erteilt werden, wenn dies nicht im Vorfeld explizit durch den Kunden untersagt wurden.